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Sozialpraktikum am MGM

Wer:

Alle Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe

Was:

Einwöchiges Praktikum in einer möglichst regionalen, sozialen Einrichtung; zeitlicher Umfang ca. 35-40 Wochenstunden, d.h. eine volle Arbeitswoche. Die aktuellen Termine, wichtigen Formulare und weiteres Informationsmaterial finden sich auf unserer Schulhomepage.

Wie:

Die Schülerinnen und Schüler werden im Ethik- und Religionsunterricht informiert und betreut. Hier findet auch die Vor- und Nachbereitung der Erfahrungen statt. Während des Praktikums werden die Schülerinnen und Schüler soweit möglich von einem Lehrer besucht. Zur Vertiefung und Reflexion der Erfahrungen schreiben die Schüler einen Praktikumsbericht, der in die jeweilige Religions- bzw. Ethiknote einfließt.

Warum:

Seit vielen Jahren haben wir bereits in G9 mit viel Erfolg ein freiwilliges Sozialpraktikum in der Klassenstufe 11 durchgeführt. Mit Hilfe dieses Praktikums lernten unsere Schülerinnen und Schüler vor Ort Lebensbereiche in unserer Gesellschaft kennen, die ihnen oft verschlossen und unbekannt sind. Um diese Erfahrung allen Schülern zu ermöglichen, wurde im Rahmen von G8 im Schuljahr 2009/2010 erstmals das Praktikum als verbindliche Schulveranstaltung für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 eingeführt. Dabei lernen unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur die Lebenssituation von sozial benachteiligten Menschen kennen, sondern gewinnen darüber hinaus auch Einblick in die Leistung und den Berufsalltag von Menschen, die in Sozialberufen tätig sind.

Betreuer:

Schulische Ansprechpartner für Fragen zur Organisation und Durchführung des Praktikums sind Frau Vera Rosalowsky und Frau Martina Hess.

 

Drei Auszüge aus Praktikumsberichten früherer Jahre:

Die Erfahrungen, die ich in diesen Tagen gemacht habe, sind mir in der Tat sehr wichtig, weil ich nun besser über das Leben und Verhalten von behinderten Leuten Bescheid weiß und auch darüber, wie man sich ihnen gegenüber verhalten sollte bzw. muss. Zudem habe ich gemerkt, dass diese kein Mitleid wollen. Ich denke, niemand will für das bemitleidet werden, was er ist. (Schüler, Behindertenwerkstatt)

Eine wichtige Erfahrung, die ich in der Woche sammelte, war, dass man den Kindern nicht zu viel Hilfe entgegenbringen darf. Sie wollen ihre Aufgaben alleine meistern, was ihnen viel Selbstvertrauen gibt. (Schülerin, Förderschule)

Ich hatte die Aufgabe, einem Mann das Essen zu reichen, welcher auch vollkommen auf meine Hilfe angewiesen war. Er kann sich aufgrund eines Schlaganfalls nicht mehr bewegen. Sprechen kann er auch nicht mehr und essen fällt ihm schwer, da er keine Zähne mehr hat. Eine Schwester sagte mir, dass er wahrscheinlich versteht, was man zu ihm sagt; ich sollte also mit ihm sprechen. Anfangs fiel es mir schwer, weil ich keine Reaktion bei ihm wahrnahm, doch als ich mich gedanklich in seine Person hinein versetzte, dachte ich mir, wie froh ich wäre, wenn jemand mit mir sprechen würde und mir ein bisschen Abwechslung von dem ständigen Im-Bett-Herumliegen bieten würde. Also erzählte ich ihm einfach, was mir gerade in den Sinn kam. (Schülerin, Pflegeheim)

Lions Quest

Die Grundlage für ein effektives Lernen und Arbeiten ist ein angenehmes soziales Miteinander. Im sozialen Lernen am Markgräfler-Gymnasium werden Ziele, wie mit anderen zu kooperieren, sich gegenseitig zu helfen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, Kritik konstruktiv zu üben oder sich in andere hineinzuversetzen, verfolgt.

Das Markgräfler-Gymnasium hat ein Sozialcurriculum beschlossen, in dem konkrete Maßnahmen im Bereich "Soziales Lernen" aufgeführt sind. Viele der einzelnen Bausteine im Curriculum sind seit Jahren am Markgräfler-Gymnasium etabliert und erfolgreich durchführt worden. Einige Inhalte wurden ergänzt und in eine sinnvolle Abfolge zusammengesetzt.

Die langfristige Wirksamkeit und Kontinuität des Sozialcurriculums hängt im Wesentlichen von der Verbindlichkeit der Durchführung ab. Um diese Wirksamkeit und Kontinuität zu erreichen, steht im Lehrerzimmer ein Materialordner zum "Sozialen Lernen" für Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung. In der Stundentafel sind für die Klassen 5-8 Klassenlehrerstunden ausgewiesen, die unter anderem für das Soziale Lernen genutzt werden können.

Die Sozialkompetenzen werden am Markgräfler-Gymnasium hauptsächlich über das Programm "Erwachsen werden" von Lions Quest vermittelt. Die konkreten Inhalte können Sie in der Druckversion des Sozialcurriculums entnehmen. Darin eingebettet sind auch viele einzelne Bausteine aus der Erlebnispädagogik. Mit den oben genannten Modulen wird auch der Klassenrat als demokratisches Forum kombiniert.

Sozialcurriculum

Klasse 5-8

 
  • Programme zur Stärkung der sozialen Kompentenzen und Konfliktfähigkeit, z.B. Lions Quest, Erlebnispädagogik;
  • Erlebnispädogische Aktivitäten als mehrtägiges Projekt
  • Landschulheim in Klasse 6
 

Klasse 5-8

 
  • Regelmäßiger Klassenrat in Klassenlehrerstunden als Ort sozialen und demokratischen Lernens
 

Klasse 5-8

 
  • Erarbeitung von Klassenregeln (z.B. Gesprächsregeln, Höflichkeitsregeln)
  • Dokumentation der erarbeiteten Regeln des Zusammenarbeitens ( Ruheregel, Arbeitsmaterialregel, Hausaufgabenregel, Stoppregel / Trainingsraum) anhand von Feedbacklisten in bestimmten Zeiträumen.
  • Trainingsraumkonzept
 

Klasse 7-8

 
  • Fächerübergreifende Suchtprävention (v.a. Bio, Rel, D), Unterrichtsprojekte der Suchtbeauftragten (z.B. Mädchen Sucht Junge), Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen (z.B. Uniklinik, Polizei, Cobra)
 

Klasse 6-7

 
  • Projekte zur Mobbingprävention (Cybermobbing, Internetsicherheit)
 

Ab Klasse 8

 
  • Schulsanitätsdienst SAMUDA
 

Ab Klasse 9

 
  • Patenschaften für die fünften Klassen
  • Mentorensystem (z.B. Skimentoren beim Skiprojekt der 6. Klassen)
 

Klasse 10

 
  • Einwöchiges Sozialpraktikum
 

Klasse 5-8

 
  • Programme zur Stärkung der sozialen Kompentenzen und Konfliktfähigkeit, z.B. Lions Quest, Erlebnispädagogik;
  • Erlebnispädogische Aktivitäten als mehrtägiges Projekt
  • Landschulheim in Klasse 6
 

Klasse 5-8

 
  • Regelmäßiger Klassenrat in Klassenlehrerstunden als Ort sozialen und demokratischen Lernens
 

Klasse 5-8

 
  • Erarbeitung von Klassenregeln (z.B. Gesprächsregeln, Höflichkeitsregeln)
  • Dokumentation der erarbeiteten Regeln des Zusammenarbeitens ( Ruheregel, Arbeitsmaterialregel, Hausaufgabenregel, Stoppregel / Trainingsraum) anhand von Feedbacklisten in bestimmten Zeiträumen.
  • Trainingsraumkonzept
 

Klasse 7-8

 
  • Fächerübergreifende Suchtprävention (v.a. Bio, Rel, D), Unterrichtsprojekte der Suchtbeauftragten (z.B. Mädchen Sucht Junge), Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen (z.B. Uniklinik, Polizei, Cobra)
 

Klasse 6-7

 
  • Projekte zur Mobbingprävention (Cybermobbing, Internetsicherheit)
 

 

 

Ab Klasse 8

 
  • Schulsanitätsdienst SAMUDA
 

Ab Klasse 9

 
  • Patenschaften für die fünften Klassen
  • Mentorensystem (z.B. Skimentoren beim Skiprojekt der 6. Klassen)
 

Klasse 10

 
  • Einwöchiges Sozialpraktikum
 
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