Was gibt es Neues?

Gastschüler am MGM

Gastschueler 2017

Sie sind weit weg von zu Hause, von ihren Eltern und Geschwistern; Weihnachten können Sarah Evans aus den USA und Bruna Rebli Klipel aus Brasilien dennoch im Kreise ‚ihrer’ Familien, nämlich mit ihren Gastfamilien in Niederweiler und Müllheim verbringen.

            Seit Beginn des Schuljahrs sind die beiden Mädchen Gastschülerinnen am Markgräfler Gymnasium und haben inzwischen schon sehr gut deutsch gelernt. Für Sarah aus Detroit, Michigan, war das allerdings deutlich leichter als für Bruna, da Sarah schon einmal, als Kind, mit ihren Eltern mehrere Jahre in Deutschland lebte.

            Zu Hause in Detroit hat die 17-Jährige einen älteren Bruder; hier bei ihrer Familie in Niederweiler hat sie jüngere Geschwister, die elfjährigen Zwillinge Carla und Tom, die ebenfalls das MGM besuchen. „Ich hatte großes Glück mit meinen Gasteltern“, der Familie Effinger, freut sich Sarah. Und Weihnachten findet sie hier in Deutschland schöner – nicht zuletzt deshalb, weil sie insbesondere die deutschen Backwaren so gerne isst.

Die Erdnussbutter, die zu Hause oft das  Toastbrot versüßt, und ihre Katze vermisst sie dagegen manchmal schon.

            Auch Bruna genießt die deutschen Backwaren und liebt es, mit Freunden durch die Stadt zu gehen und dabei neue Leute kennen zu lernen. Die 16-jährige Brasilianerin lebt im Rahmen des Rotary-Austausches bereits bei ihrer zweiten Gastfamilie, der Familie Kretschmann, in Müllheim. Die ersten drei Monate verbrachte sie bei Familie Kober in Wettelbrunn und wird – so sieht es das Programm vor – im  Frühjahr zu einer weiteren Familie wechseln.

            „Alle haben mich mit offenen Armen aufgenommen“, erzählt Bruna glücklich. Am MGM besucht sie – wie ihre Gastschwester Pia – die 10. Klasse.  In Müllheim hat sie noch zwei Brüder, in Wettelbrunn zwei weitere Gastschwestern. Nach der Schule will Bruna einmal Medizin studieren und Pathologin werden. Sarah möchte BWL studieren, am liebsten in Frankreich oder Deutschland.

            Während für Sarah kalte Winter nichts Neues sind, muss sich Bruna daran erst noch gewöhnen. Sie kommt aus dem nordöstlichen Brasilien, nur 40 Kilometer vom Meer entfernt. Dort ist es immer warm und das ganze Jahr über gibt es frisches Obst in vielen Varianten – davon vermisst sie schon ein paar, vor allem die Açaifrucht. Beide treffen sich in ihrer Freizeit gerne mit Freunden, machen Ausflüge nach Basel oder gehen auch mal zusammen nach Freiburg zum Bummeln. „So ein Austausch-Jahr bringt viele neue Erfahrungen und wertvolle  persönliche Entwicklungen mit sich“, darin sind sich beide einig und würden allen Interessierten zu einem Jahr als Gastschüler raten.

 

Text: E. Klaus-Rettberg