Was gibt es Neues?

Mit Vereinten Kräften!

„Gemeinsam müssen wir uns den Herausforderungen unserer Zeit stellen“ – Mit diesen Worten erklärte ihre Exzellenz, die diesjährige Generalsekretärin, Janina Bauer Model United Nations Baden -Württemberg für eröffnet.

Bei Model United Nations Baden – Württemberg handelt es sich um ein Planspiel der Vereinten Nationen. Jedes Jahr bietet es rund 450 Schüler*innen und Studierenden im Alter von 15-21 Jahren die Möglichkeit, die Arbeit und Handlungsfähigkeit der UNO hautnah erfahren zu können. Dazu schlüpfen sie selbst in die Rolle von Diplomaten*innen eines Mitgliedstaates, Repräsentant*innen einer Nichtregierungsorganisation, oder Vertreter*innen der Print- oder Fernsehpresse.

Im Rahmen der MUNBW -AG, unter der Leitung von Herrn Kliewer, reisten auch 18 Schüler*innen des MGMs vom 30. Mai - 03. Juni in die Landeshauptstadt, um an dieser besonderen Veranstaltung teilzunehmen. Dabei nahmen sie die Rolle von Vertreter*innen der Länder Schweden, Estland, Lettland, Oman, Nordkorea, Paraguay und Angola an, sowie der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen und der Presse. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Bildungspartner des MGMs Neoperl und die Volksbank Breisgau-Markgräflerland. Durch Ihre Unterstützung haben Sie unsere Teilnahme mit möglich gemacht.

Neben der inhaltlichen Vorbereitung sorgte auch der Dresscode, als ein Teil des Diplomatischen Codex, dafür, die Rolle als Delegierten so authentisch wie möglich darstellen zu können. Demzufolge benötigte es durchaus einen zweiten Blick um die „Übergangspolitiker“ am Abend der Eröffnung noch als diese identifizieren zu können, welche morgens in Freiburg in den Zug gestiegen waren.

Freitagmorgen begann schließlich die Arbeit in den verschiedenen Gremien. Dabei unterschieden sich die Themen der aktuellen Debatten wesentlich. Während in der Generalversammlung ein gerechter Zugang zu Ausbildung Tagesordnungspunkt war, diskutierte der Wirtschafts- und Sozialrat über den Erhalt der globalen Biodiversität bei der Nahrungsmittelversorgung und der Hauptausschuss I wiederum über die Verhinderung des Einsatzes von Chemiewaffen durch nichtstaatliche Akteure. Neben dem Sicherheitsrat und dem Menschenrechtsrat gab es auch in diesem Jahr wieder ein Krisengremium: Der Europäische Rat befasste sich mit tagesaktuellen, simulierten Krisensituationen, wie etwa einem Reaktorunfall in der Südostukraine.

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch ein vielfältiges Rahmenprogramm. Zu diesem gehörten neben den gremienspezifischen Bildungstracks verschiedene Podiumsdiskussionen, zu welchen Gastredner geladen waren. Mit dem feierlichen Diplomatenball am Sonntagabend, sowie der offiziellen Abschlussveranstaltung am Montagmorgen ging MUNBW 2019 schließlich zu Ende.

Was wir daraus mitnehmen?

Internationale Politik ist komplex und einen Konsens zu finden, ist nicht immer einfach. Doch globale Problemfelder sind vielschichtig und bedürfen der Zusammenarbeit vieler Staaten. MUNBW hat uns somit nicht nur mit der Position eines, uns fremden, Landes vertraut gemacht, sondern einmal mehr die Bedeutsamkeit der Vereinten Nationen aufgezeigt. So unterschiedlich die Interessen auch sind, umso wichtiger ist es doch, gerade in Zeiten wie diesen, dass alle Staaten gemeinsam an einem Strang ziehen. Es gilt also den Multilateralismus zu stärken und sich mit „Vereinten Kräften den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen“.

 

Anne Malus