Was gibt es Neues?

Tansania – Sansibar

Kuba

Foto: K. Lefevre

Ich habe mir lange überlegt, was für eine Geschichte ich zum Thema „Eindruck Eindrücke Eindrückliches“ schreiben kann und dann ist mir eine wahre Geschichte aus dem Urlaub eingefallen, denn beim Reisen bekommt man nicht nur einen guten Eindruck von der Welt, sammelt viele Eindrücke, nein man behält einiges Eindrückliches fürs Leben. […]

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Tansania - Sansibar

 

Welche Eindrücke wir von einer Urlaubsreise mitnehmen und wie nachhaltig sie manchmal unser Leben und unsere Sicht auf Dinge verändern können, beschreibt die junge Autorin in ihrer Erzählung „Tansania – Sansibar“.

Zunächst einem Erlebnisbericht gleich nimmt die Autorin uns mit in ihre letzten Sommerferien und ihre Reise nach Afrika – Assoziationen drängen sich sofort auf: Sonne, Natur, wilde Tiere, Safari, herrliche Strände. Erwartungen werden beim Lesen geweckt und doch ganz anders erfüllt, als zunächst gedacht.

Mit feinem Gespür für Details werden wir mitgenommen in eine Welt, die mit Kinderaugen entdeckt wird und dem Leser eine neue Sicht auf diese Reise offenbart. Eine Reise, die eben nicht nur Urlaubsbericht oder Erlebniserzählung ist, sondern sich unprätentiös mit der Frage beschäftigt, was es braucht, um glücklich zu sein.  

Die Autorin gibt den Blick frei auf ihre Eindrücke von Menschen, denen sie auf ihrer Reise begegnet ist. Dies gelingt ihr gekonnt, indem sie diese mit ihren eigenen Gedanken verbindet. Kinder, die Sandburgen bauen, ohne eine Schaufel oder einen Eimer zu haben – sie erscheinen ihr glücklich und zufrieden. Menschen, die keinen Strom haben und Kinder, die kein Spielzeug oder Stofftiere besitzen – sie lachen und winken freundlich. Abends im Bett – in einem vermutlich erleuchteten Hotelzimmer mit weichen Betten, kuscheligen Decken und einem Stofftier im Arm – lässt die Autorin diese Eindrücke Revue passieren und wir werden Zeuge ihrer eigenen Reflexion: Wie fühlt es sich wohl an, im Dunkeln einschlafen zu müssen, kein Licht oder ein Kuscheltier als Sicherheit zu haben? Was ist für das eigene Leben, für eigene Bedürfnisse notwendig? Worauf kann man verzichten?

Am Ende die eigene Erkenntnis, dass es nicht viel braucht, um glücklich und zufrieden zu sein – für unsere Autorin ist es Zeit mit Freunden und der Familie.

Und so endet diese wunderbare Erzählung mit dem Geschenk an ein kleines Mädchen und für den Leser bestätigt sich, was die Autorin bereits zu Beginn feststellt: Beim Reisen behält man einiges Eindrückliches fürs Leben.

 

Gratulation an Emma zu dem geteilten Erzählpreis der Unterstufe!